Sternhaufen
Messier 3 2020 April
- Instrument
- CDK20 Hans-Haffner-Sternwarte, FKG-Gymnasium
- Kamera
- Moravian mit CCD KAF-16803 Sensor
- Belichtungszeit
- 170min LRVB, Photometrische Filter
- Besonderheiten
- APP, PixInsight, RC-Tools, Aufnahme durch Schüler, Bearbeitung Ralf Mündlein
Messier 3 ist ein weiterer heller Kugelsternhauen des Nordhimmels. Etwa 250 Kugelsternhaufen umkreisen unsere Milchstraße und Kugelsternhaufen können auch als Satelitten bei anderen Galaxien gesehen werden. Auf der Aufnahme erscheinen die hellsten Einzelsterne, während der Großteil der Sterne nicht aufgelöst werden kann. Tatsächlich wird die Gesamtzahl der Sterne in diesem Haufen auf eine halbe Millionen geschätzt.
Messier 13 2019 August
- Instrument
- CDK20 Hans-Haffner-Sternwarte, FKG-Gymnasium
- Kamera
- Moravian mit CCD KAF-16803 Sensor
- Belichtungszeit
- 90min als rvb , Photometrische Filter
- Besonderheiten
- APP, PixInsight, RC-Tools, Aufnahme durch Schüler, Bearbeitung Ralf Mündlein
Messier 13 ist der hellste Kugelsternhaufen des Nordhimmels und ein Standardobjekt. In Amateurteleskopen bis etwa 20cm Öffnung zeigen sich vor Allem die rötlichen Sterne, welche ab 12mag als Einzelsterne erkennbar sind. Nur wenige blaue Sterne sind im kleineren Teleskop visuell sichtbar. Die Anzahl der Sterne steigt ab 15mag deutlich an und erfordert größere Amateurteleskope, womit der Haufen spektakulär aussieht. Die Aufnahme geht über 20mag hinaus und erschließt auch Sterne in einem größeren Umfeld
Messier 24, B 92, B93, NGC 6603, Sagittarius-Wolke 29.7 und 30.7.2024
- Instrument
- TS 110/528mm Astrograf mit Reducer
- Kamera
- Canon 6da mit IDAS Filter NGS1
- Belichtungszeit
- 174min a 116 Einzelbelichtungen mit 90s
- Besonderheiten
- Kurze Nächte zwischen Dämmerung und Mondaufgang, Montierung GM 1000 10micron
Messier 24 ist ein Objekt aus der bekannten Liste, mit der ich nichts verbinden konnte. Das liegt einfach daran, weil Messier 24 kein typisches Himmelobjekt ist, sondern eine "Sternenwolke" , die Charles Messier in Unkenntnis der damaligen Zeit in seinen Katalog aufgenommen hat. Aufgrund eines kleinen Bereichs am Himmel, der nicht so stark von interstellarem Staub verdeckt ist, können wir wie durch einen Tunnel einen Ausschnitt unseres galaktischen Zentrums beobachten. Im Zentrum der Aufnahme steht der kleine, offene Sternhaufen NGC 6603.
Erst 1915 wurden die zwei Dunkelnebel Barnhard 92 und 93 nachgewiesen. Diese stehen am nördlichen Rand des beschriebenen Sichttunnels.
Messier 11 mit Umfeld; NGC 6705 Nacht vom 30.7 auf 31.07.2024
- Instrument
- TS 110 Astrograf f/4.8 mit Redcuer
- Kamera
- Canon 6da mit IDAS NGS1 Filter
- Belichtungszeit
- 90min a 60 Einzelbilder von 90s
- Besonderheiten
- Durchsicht war mäßig, warme Nacht
Messier 11 zeigt sich immer wieder als lohnendes Objekt für Fernglasbeoachtung im Sternbild Schild ( Scutum). Unter den offenen Sternhaufen ist M11 einer der Kompaktesten. Mit großen Amateurteleskopen lassen sich etwa 500 - 800 Einzelsterne beobachten. Aufgrund einer "V-Struktur" einiger Sterne im Haufen wurde der Name "Wildentenhaufen" abgeleitet. In dem weiten Umfeld um M11 können Dunkelwolken erkannt werden, die durchs Feld ziehen
Kembles Kaskade 2.10.2019
- Instrument
- ASL 180/900
- Kamera
- Canon 6D Standard
- Belichtungszeit
- 93 x 2 min = 186min bei ASA 1600
- Besonderheiten
- Ohne Guiding
Kembles Kaskarde ist unter diesem Namen erst seit 1980 bekannt geworden und beschreibt eine auffällige Sternkonstellation im Sternbild Giraffe. Dieses Fernglasobjekt umfasst ca. 20 farbige Sterne die sich in einer Kaskarde über ca. 2,5° erstreckt bis zu dem offenen Sternhaufen NGC 1502.
In diesem Bild war der Ausschnitt nicht so gewählt um den Bereich mit NGC 1502 zu belichten und für die gesamte Erfassung des Asterismus hätte es trotz Vollformat deutlich weniger Brennweite benötigt.
Die Sternreihe verläuft diagonal von links unten beginnend über das ganze Bildfeld. Aufgrund des überraschend großen Sternreichtums treten die Sterne von Kembles Kaskarde nicht so deutlich hervor wie ich es erwartet hatte.
Stattdessen wird der Dunkelnebel prominent und Staubregionen sind zu erkennen.
NGC 7789 Weitfeld 21.09.2019
- Instrument
- ASL 180/900
- Kamera
- Canon 6D
- Belichtungszeit
- 84min
- Besonderheiten
- Ohne Guiding, subs 90s bei ASA 1600, Volles Feld in 50% Darstellung
Laut Wikipedia wird eine Winkelausdehnung von 15` für NGC 7789 genannt, was angesichts des Feldes von 2° auf dem Bild nur den Bereich mit den kompakt gedrängten Sternen betreffen sollte.
Die häufig genannten 15000 Sterne mag das Hubbleteleskop einfangen können, auf dieser Aufnahme sind es sicher weniger und reicht hier bis ca. 20.5mag.
Auf einem kontrastreichen Monitor mit dunkler Umgebung im Raum können auf dem Bild dunkle Straßen um den Haufen erkannt werden, wie auch brauner Staub, der die Sterne abschwächt.
Bildbearbeitung von Pater Christoph Gerhard
NGC 7789 21.09.2019
- Instrument
- ASL 180/900
- Kamera
- Canon 6D
- Belichtungszeit
- 84min
- Besonderheiten
- Ohne Guiding, subs 90s bei ASA 1600, Ausschnitt aus Bild in 100% Darstellung
Ein Crop in 100% Auflösung aus dem Originalbild zeigt den Sternhaufen in einer Auflösung von 1,56" pro Pixel. Die Sternfarben wurden mit REGIM per Datenbank abgeglichen. Bearbeitung von Pater Christoph Gerhard
h und chi im Perseus Nov. 2018
- Instrument
- ASL 180 bei 700mm Brennweite und TS ED 72 für Farbe
- Kamera
- Moravian G2 für L am ASL180; Canon 6Da für Farbe
- Belichtungszeit
- Je eine Stunde für L und RGB
- Besonderheiten
- Ohne Guiding bei subframes von 2min
Das beliebte visuelle Objekt "Doppelhaufen im Perseus" offenbart fotografisch seine schwach leuchtenden Reste von Gas und Staub.
Belichtet und bearbeitet durch Pater Christoph/Klostersternwarte
NGC 6939 mit NGC 6946 01.10.2018
- Instrument
- ASL 180/900 mit Photoline 72 für RGB
- Kamera
- G2-8300 und STF8300C
- Belichtungszeit
- L 154min und RGB 120min
- Besonderheiten
- Farbframes wurden parallel am TS 72 belichtet, mäßige Bedingungen
Belichtet und bearbeitet durch Pater Christoph/Klostersternwarte
Ein interessantes Paar bei dem Gesichtsfeld des ASL konnte hier zusammen dargestellt werden. Die Belichtungszeit zeigt bereits den galaktischen Cirrus, der jedoch zu unserer Galaxie gehört und in der Sichtlinie zum Objekt liegt.
M35 mit NGC 2158 Oktober 2018
- Instrument
- ASL 180/900
- Kamera
- G2-8300FW
- Belichtungszeit
- L 70min und RGB 78 min
Um den offenen Sternhaufen M35 zeigt sich ein schwaches Leuchten ähnlich den Plejaden, jedoch viel schwächer. M35 ist schon mit freiem Auge am Himmel sichtbar. Auch der dichte Sternhaufen NGC2158 rechts unterhalb von M35 zählt zu den offenen Sternhaufen, deren Sterne sich farblich stark unterscheiden.
M 45 20.9.2018
- Instrument
- ASL 180/900
- Kamera
- G2-8300FW
- Belichtungszeit
- 50 min L mit ASL 180 und RGB 27 min mit ASL 180
- Besonderheiten
- gemischt mit zusätzlich 20 min am 72 TS PhotoLine an der Canon 1000Da
Im Hintergrund von M45 links oberhalb von Alkyone befinden sich schwache Galaxien von Zwicky 905. Die Rotfärbung einiger Hintergrundgalaxien entsteht durch Extinktion durch Staub und Gas.
Belichtet und bearbeitet von Pater Christoph/Kostersternwarte
M 10 Sommer 2017
M13 11.07.2015
- Instrument
- Esprit 120 mit FeatherTouch Auszug FTF 3035 + Flattener
- Kamera
- QSI 583wsg
- Belichtungszeit
- 5min subframes LRGB 25 -15 -15 -15 min
- Besonderheiten
- Bildgewinnung und Bearbeitung Ralf Mündlein. Gute Durchsicht und eine Luftruhe um die 2,2“ - 3“ FWHM sowie kühle Temperatur für Juli waren die Rahmenbedingungen.
M13 ist ein sehr beliebtes Deep Sky Objekt im Sternbild Herkules und aufgrund seiner Lage an der rechten Viereckseite der Hauptsterne leicht zu finden. Einige Beobachter können Ihn bereits mit bloßem Auge als Nebelfleck entdecken. Visuell ist der ca. 25000LJ entfernte Kugelhaufen im 120mm Teleskop teilweise in Einzelsterne aufgelöst. Photographisch mit CCD-Kamera ist es dagegen sehr leicht die immense Sterneanzahl deutlich zu machen. Um sowohl die hellen wie die schwachen Sterne darzustellen wurde der DDP Filter im Bearbeitungsprogramm genutzt.
Die Darstellung ist auf 70% des Originalbildes komprimiert.
Links oben im Bild ist NGC 6207 in 46 Mio.LJ Entfernung; dazwischen die kleine Edge On Galaxie IC 4617. Der helle Punkt in NGC 6207 ist ein Vordergrundstern, der zufällig in der Nähe des Galaxienzentrums sitzt. Details hier leicht erkennbar: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/94/Ngc6207-hst-R814GB606.jpg Einige weitere kleine Galaxien sind im Feld zu finden.
M92 4/5.6.2010
- Instrument
- 16" ACF
- Kamera
- QSI 583wsg
- Belichtungszeit
- LRGB 40-15-30-25min
- Besonderheiten
- Bildautor Ralf Mündlein
M92 steht wie M13 ebenfalls im Sternbild Herkules. Er ist fast so hell dieser, erscheint jedoch kompakter. Es lohnt sich diesen etwas vernachlässigten Kugelsternhaufen aufzusuchen und visuell mit M13 zu vergleichen.
M13 3.7.2010
- Instrument
- 200/2000 Apo
- Kamera
- QSI 583wsg
- Belichtungszeit
- L 5x5min
- Besonderheiten
- Reine sw-Aufnahme, Bildautor Ralf Mündlein
Bei längerer Belichtungszeit bzw. mit Einsatz von CCD Technik erscheint M 13 viel größer als vermutet. Deswegen darf die Brennweite nicht zu groß gewählt werden um das Objekt formatfüllend zu belichten. In der kurzen Sommernacht reichte es nur für 25min Belichtungszeit mit ausschließlich Lumminanz, was aber dem Eindruck einer visuellen Beobachtung mit großem Gerät recht Nahe kommt. Dieser Sternhaufen ist zweifelsohne der beliebteste Kugelsternhaufen des Nordhimmels und fehlt bei keiner öffentlichen Führung im Frühjahr bis zum Sommer.
