Planetarische Nebel

NGC 7048 13.08.2025

Instrument
Meade ACF 16 Zoll f/10
Kamera
SkyEye 24 Farbkamera
Belichtungszeit
148x1min subs
Besonderheiten
Heller Mondschein, Saharastraub, IDAS NGS1 Filter, Programme APP und PixInsight mit RC-Tools
Das ganz schwache rote Halo um den PN ist ansatzweise zu erkennen. Auf Schmalbandaufnahmen mit teils über 30h Belichtungszeit deutlich auf Bildern im Netz zu sehen. Solche Zeiten kann und möchte ich nicht aufbringen, aber bei gutem Seeing zeigt sich doch einiges von der Struktur des Nebels. Die bipolare Struktur wird sichtbar und auch der Zentralstern, der allerdings mit 18,4mag sehr schwach ist.

NGC 6781 12.08.2025

Instrument
Meade ACF 16 Zoll f/10
Kamera
SkyEye 24 Farbkamera
Belichtungszeit
109x1min subs
Besonderheiten
Heller Mondschein, Saharastraub, IDAS NGS1 Filter, Programme APP und PixInsight mit RC-Tools
Die Lage am Himmel mit +6 Grad Deklination leidet bei schlechtem Himmel schon sichtbar in der Qualität. Die Durchsicht war wegen dem Staub schlecht, aber das Seeing war mit ca. 2" recht beständig. Der Zentralstern, oder der Rest von Ihm, ist ca. 110000 Kelvin sehr heiß und mit Mag 16 für größere Teleskope visuell erreichbar. Der Nebel selbst ist visuell mit Hilfe von Nebelfiltern ein lohnendes Ziel. Die Entfernung zum Objekt beträgt etwa 1500 Lichtjahre.

NGC 6826 11.08.2025

Instrument
Meade ACF 16 Zoll f/10
Kamera
SkyEye 24 Farbkamera
Belichtungszeit
100x1min subs
Besonderheiten
Heller Mondschein, Durchschnittliche Luftruhe, Programme APP und PixInsight mit RC-Tools
Die visuellen Beobachter kennen den Planetarischen Nebel als Blinkender PN. Je nachdem ob Stäbchen oder Zäpfchen im Auge verwendet werden, erscheint mal der Kern, mal die Umgebung mehr oder weniger deutlich. Am Bildschirm lässt sich Beides ganz ohne "Blinken" ansehen
Instrument
Meade ACF f/10
Kamera
SkyEye24 Farbkamera
Belichtungszeit
200min a 30s subs
Besonderheiten
ohne Autoguiding, gute Durchsicht und gutes Seeing bis 1,5" FWHM, APP, GraXpert, PI,
Hier möchte eine hochauflösende RGB Aufnahme von M27 zeigen. Das Aufnahmeinstrument ist ein 16Zoll Meade ACF mit ermittelter Brennweite von 4082mm. Seit 2009 habe ich dieses Objekt nicht mehr mit diesem Instrument fotografiert. In der Zwischenzeit sind die Kameras empfindlicher geworden und die Softwareentwicklung hat seitdem große Fortschritte erreicht. Die äußere Hülle mit den gefächerten Strukturen wie wir Sie von Schmalbandaufnahmen kennen erscheinen hier nur an den hellsten Stellen. Mit sehr langer Belichtungszeit wäre eine gute Darstellung der schwachen Bereiche machbar. Dafür zeigt diese hochauflösende Aufnahme andere Details, die sonst nicht zu sehen sind. Es sind einige "kleine" blaue Sterne im Feld sichtbar, die tatsächlich besonderes groß und heiß sind. Aus dem Hintergrund leuchtet eine kleine Galaxien durch den Gasnebel. Rechts oben von der Bildmitte und rechts von einem Sternpaar etwa gleicher Helligkeit konnte mittels des CDS Portals die Galaxie als 2MASX J19590947+2243239 -- Galaxy mit einer Größe von 0,293 Bogenminuten identifiziert werden.

M27 Weitfeld 06.08.2024

Instrument
Astro-Optik-Manufaktur APO ASL 180 mit 900mm Brennweite
Kamera
SkyEye24
Belichtungszeit
30min a 30s subs
Besonderheiten
Ohne Autoguiding, aus der Siedlung der Stadt Jena belichtet
M27 als Weitfeldobjekt. Im Vollformat belichtet aus der Stadt Jena heraus mit Farbkamera ohne Filter. Die Aufnahme entstand während eines Besuchs beim Astro-Optik-Manufaktur Optikmeister Peter Große in dessen Gartensternwarte. Ringsherum war es in den Gärten der Häuserzeile beleuchtet durch Dekobeleuchtung, wie es heute (leider) üblich geworden ist. Es war dann doch überraschend, dass mit Hilfe der heutigen Bildbearbeitungssoftware ein Ergebnis über den Erwartung herauskam. Das soll all Denjenigen Mut machen, deren Beobachtungsbedingungen durch Lichtverschmutzung in den Jahren schlechter geworden ist.

M57 Ringnebel 19.6 und 02.7.2022

Instrument
Meade 16" ACF f/10
Kamera
Canon 6Da
Belichtungszeit
76x 1min
Besonderheiten
Kein Autoguiding, Stackung mit APP, Neubearbeitung der Daten mit Pixinsight, RC-Tools
In dieser Neubearbeitung der Daten von 2022 konnte aus den Rohdaten die äußeren Bereiche um M57 dargestellt werden. Verwendet wurde dazu ein GHS Stretch in Pixinsight, welcher auch die Galaxienarme der schwachen IC 1296 zum Vorschein brachte. Die Kombination als Paar eines Planetarischen Nebel und einer Galaxie kommt recht selten vor. Der Zentralstern von M57 ist Fotografisch ein leichtes Ziel, während mit gleicher Optik die visuelle Sichtung für meine Augen schwer fällt. Entscheidend ist neben dem Seeing und der Durchsicht auch die Empfindlichkeit der Augen. Meine Augen können an hellen DeepSky Objekten Farben wahrnehmen, jedoch liegt meine Empfindlichkeit für schwarz-weiß Sehen oder auch in der Grenzgröße von Sterne niedriger als bei Mitbeobachtern. Diese können mit dem 16" Teleskop den Zentralstern relativ leicht erkennen.

NGC 7008 03.07.2022

Instrument
Meade 16" ACF f/10
Kamera
Canon 6Da
Belichtungszeit
131min
Besonderheiten
Bearbeitung mit APP, Topaz DeNoise Al und „Window Fotos“
NGC 7008 ist auch als Fötusnebel bekannt und visuell ebenfalls ein lohnendes Objekt. 131 frames a 60s wurden summiert. Weitere Objekte finde ich nicht im weieren Umfeld, aber es fällt auf, dass die Sternhelligkeit im Bild zweigeteilt ist. Die gedämpfte Bildseite rührt vermutlich von kosmischen Staub mit seiner Lichtabsorbtion.

M76 1.11.2015 und 2.11.2015

Instrument
Meade 16" ACF
Kamera
QSI 583wsg
Belichtungszeit
500S subframes LRGB - 133-33-42-42min
Besonderheiten
Gutes Seeing; Bildgewinnung Ralf Mündlein, Bildbearbeitung Pater Christoph
Am 1.11 und 2.11.15 waren die Bedingungen so gut, das solche Nächte nur mit schlechtem Gewissen ungenutzt bleiben. Die Durchsicht war zunächst gar nicht so imposant, aber die Luftruhe macht daraus dann ein Erlebnis. Verwendet wurde der 16“ ACF, hier mit f/7,5. Die Grundbrennweite beträgt zwar bei f/10 4060mm, tatsächlich sind es aber wegen dem Auszug 4400mm Brennweite. Für Fotografie weniger sinnvoll, weshalb hier ein Reducer CCDT von Astro-Physics die Brennweite auf 3056mm reduzierte. In dem Fall war das Seeing recht gut und schwankte über zwei Nächte im Bereich von 1,1“ bis 1,9“ bei gemessenen Sternen in den Einzelframes. In dem Abbildungsmaßstab von 0,364 Pixel pro Bogensekunde sehen Bilder mit 1,9“ nicht wirklich gut aus. Bei 1,5“ passabel und bei 1,2“ wird es richtig gut. Da ist dann auf den Rohbildern der zentrale Doppelstern in M76 mit rund 1,4“ Abstand bereits als solcher gut zu erkennen, ohne irgendwelche Schärfung. Allerdings ist der Doppelstern nur ein optischer Doppelstern und der südliche Begleiter liegt tatsächlich 20000LJ hinter M76, wie man durch HST Aufnahmen herausgefunden hat. Die Tiefe wurde durch 16x500s Lumminanz erreicht, RGB jeweils 5x500s, alles 1x1bin. Kamera war eine QSI mit KAF 8300 Chip. Es wurden keine brauchbaren Flats gewonnen, also musste es ohne Flatkorrektur gehen. Die Bearbeitung der Rohdaten zeigte bereits die Herausforderungen mit einem ungleichmäßigen Hintergrund und ungleichmäßiger Sternabbildung über das Bildfeld. M76 lag im Bereich der besten Abbildung bzw. wurde bewusst von mir dort platziert. Dieser Aufgabe der Bildbearbeitung nahm sich für das vorliegende Bild Pater Christoph an. Wie schon öfters in unserem Astro-Duo praktiziert hatte Christoph wieder die Geduld durchzuhalten bis zur finalen Version 14. Diese hat uns Beiden letztlich zugesagt und eine 80% Version möchte ich hier vorstellen.

NGC6543 - Katzenaugennebel 8. bis 19.9.2012

Instrument
16" ACF mit Reducer CCDT0,67
Kamera
QSI583wsg
Belichtungszeit
5min subframes LRGB -150-45-45-45min; 20x30s subframes für den Kern
Besonderheiten
Bildgewinnung Ralf Mündlein, Bildbearbeitung P.Christoph Gerhard, Bild wurde in SuW.8/2015 veröffentlicht auf Seite 71
Der Katzenaugennebel hat einen sehr hellen Kern umgeben von einem sehr schwachen Halo. Um diesen Bereich fotografisch einfangen zu können bedarf es für den Kern kurzer Belichtungszeit und für das Halo relativ langer Gesamtbelichtungszeit. Die korkenzieherartige Struktur des Kerns und Verdichtungen im Halo warfen Fragen auf um deren Antwort ein Profiastronom, Dr. Dominik Elsässer, gebeten wurde. Seine Antwort dazu lautet: Was die generelle Struktur angeht, gerade auch durch die gut erkennbare Punktsymmetrie kann man tatsächlich davon ausgehen dass das Zentralobjekt in Wahrheit ein unaufgelöster Doppelstern ist. Genau wie bei dem kürzlichen ESO Release der auch im Forum zur Sprache kam wäre die Orbitalbewegung dann der Grund für die komplexe "rasensprengerartige" Struktur. Sicher wissen kann man das halt meist nicht, einen solchen Doppelstern nachzuweisen ist auch spektroskopisch nicht immer möglich. Der helle "Knoten" und der rote "Bogen" auf 3 Uhr könnten gut daher kommen, dass es um so einen Nebel ja immer viel Material gibt das man nicht sieht, nämlich das interstellare Medium. Das ist zwar dünn, aber setzt dem Nebel bei seiner Expansion doch einen gewissen Widerstand entgegen. Das interstellare Medium ist nicht gleichmässig dicht, sondern hat eher eine "wolkige" Struktur. Daher hemmt es die Expansion unterschiedlich stark, und verdeckt manchmal auch Teile eines hellen Nebels. Der Effekt kann am Ende durchaus in solchen Knoten und auch scheinbar "abgerissenen Stücken" resultieren.

M57 8.7.2010

Instrument
Meade 16“ ACF
Kamera
QSI 583wsg
Belichtungszeit
5min subframes LRGB 45-35-35-40min
Besonderheiten
Bildgewinnung Ralf Mündlein, Bildbearbeitung Wolfgang Kloehr
Der berühmte Ringnebel in der Leier ist nur um 120“ groß aber am Sommerhimmel leicht zwischen den Sternen beta und gamma Lyra zu finden. Die Ringstruktur ist visuell schon mit 100mm Teleskopen zu erkennen und der weiße Zentralstern mit seinen 15,8mag eine echte Herausforderung für mittlere und selbst große Amateurteleskope. Der helle Hintergrund macht die Sichtung schwierig und erfordert ruhige Luft. Mit 16“ lässt sich der Zentralstern bei ruhiger Luft je nach Beobachter blickweise oder dauernd erkennen, manche Beobachter können sogar den zweiten Stern daneben erblicken. In der Belichtung mit dem 16“ ist das sehr einfach, nicht selbstverständlich dagegen die klare Trennung des Mehrfachsterns links oberhalb der Ringstruktur. Hierbei war außergewöhnlich ruhige Luft mit FWHM-Werten von 1,5“ bis 1,05“ die Basis für das Gelingen.

M 27 2009

Instrument
16" ACF
Kamera
STL 6303
Belichtungszeit
RGB 45min 1x1bin
Besonderheiten
Das Bild wurde mit voller Brennweite von 4400mm belichtet
M 27 oder auch Hantelnebel ist ein Paradeobjekt unter den Planetarischen Nebel. Der Nebel ist auch mit kleineren Teleskopen zu erkennen und zeigt visuell am 16" ACF seine Form ähnlich dieser Aufnahme, jedoch keine Farben.

NGC 5189 2008

Instrument
14" ACF
Kamera
ST 10- XME
Belichtungszeit
ca. 2h
Besonderheiten
Bildgewinnung Ralf Mündlein und R.Nürnberger; Bildbearbeitung Wolfgang Kloehr
Dieser Planetarische Nebel NGC5189 ist ein Objekt des Südhimmels. Das Bild entstand bei einer Astroexkursion nach Namibia auf der Farm Tivoli.