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 Im Alter von 12 Jahren wurde in mir das Interesse an der Astronomie geweckt. Auslöser war eine klare, warme Augustnacht, in der ich versuchte, die Sterne am Himmel zu zählen. Je genauer ich hinsah, desto mehr Sterne konnte ich erkennen. Wie viele Sterne gibt es am Himmel? Diese Fragen führten mich in die Stadtbücherei, wo ich auch genügend Literatur dazu fand. Beeindruckt von den damaligen Photographien wollte ich mit eigenem Teleskop den Himmel entdecken. Der Wunsch nach einem Refraktor mit 100mm Durchmesser war in den 70er Jahren für einen Schüler nicht verwirklichbar.  Schließlich entschied ich mich nach reiflicher Überlegung 1990 zu der Anschaffung eines zweilinsigen 120/1000mm Apochromaten mit ED-Gläsern. Um einen stabilen Aufbau zu sichern, betonierte ich im Garten eine Säule, auf der zunächst eine gekaufte Selbstbaumontierung, später eine Zeiss-Ib-Montierung Platz fand. Begeistert von der optischen Qualität von Zeiss Jena, die um die Zeit nach der Wende ihre Produkte anboten, kaufte ich vom Schülerfernrohr bis hin zu gefassten Linsen, sowie verschiedenes Zubehör, das zum Teil heute noch Bestandteil meiner Ausrüstung ist.
Aus den Linsen fertigte ich Teleskope indem ich die Tuben selbst herstellte. So entstanden im Selbstbau Teleskope der Werte 80/500, 80/640 und 80/1200 bis zu einem Spiegelteleskop von 180mm Durchmesser.
Mit diesen Geräten beobachtete ich intensiv visuell, begann aber auch mit Photographien. Für den Komfort baute ich um die Säule einen Holzverschlag, der Boden wurde mit Waschbetonplatten ausgelegt. Die mittlerweile umfangreich gewordene Ausstattung musste immer noch aus dem Hause zum Garten getragen werden. Der nächste Schritt war der Wunsch nach einer festen Aufstellung der Geräte. Damit verbunden gab es gleich einen Sprung in der Gerätegröße. So gab ich einen Ritchey-Chretien-Cassegrain der Abmessung 353/3650 in Auftrag, dessen Mechanik ich selber übernahm, neben der Bestellung einer Alt 7 AD Montierung. Mit Vaters Hilfe begann nach umfangreicher Planung 1996 der Bau der heutigen Sternwarte. Der Bau nahm bis zur Fertigstellung zwei Jahre intensiv Zeit in Anspruch. Seither wurde noch nachgebessert und begrünt, der Probebetrieb begann März 1998. Ein Jahr später wurde das Spiegelteleskop fertig gestellt. Im Jahr 2005 wurde der APQ 130/1000 nun veräußert um Platz zu schaffen für den „Apo 200/2000“, der seit August 2006 in Betrieb ist.
Im Bild links stehe ich neben der großen Montierung, die 2003 gefertigt wurde. Die Entwicklung von neuen Teleskoptypen ist ein wichtiger Teil meiner Zielsetzung. Derzeit arbeite ich an einem kurzbauenden Astrografen für rein photografische Anwendung mit den optischen Daten 250/1400. Die Entwicklung befindet sich noch in der Probephase, so dass ich noch keine genaueren Angaben machen kann. Die Erfahrung im Bau von Geräten bringe ich für meine Kunden in meinem Service „Drehteile für Astrogeräte“ ein.
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