| Astro-Theke / Semiproffessionell |
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In der Vergangenheit wurden Spiegelteleskope ab einem Durchmesser von 600mm als Profigeräte eingestuft. Linsenteleskope ab 200 mm Öffnung sind ebenfalls Großgeräte, alleine schon wegen der Baulänge. Heute betreiben Amateure zum Teil größere Geräte, die Grenzen haben sich verschoben. Durch die Herstellung von großen Optiken bis zu einem Durchmesser von 700mm in Kleinserien sind die Kosten gesunken und damit für Vereine oder High-End -Amateuere der Traum von einem Großgerät näher gerückt. Diese Geräte möchte ich als semiprofessionell bezeichnen, wobei dazu eine entsprechende mechanische Verarbeitung vorausgesetzt ist. Die Geräte sind für visuelle und besonders für die fotografische Beobachtung konzipiert.
Dieser optische Tubus gehört zu den universellsten und leistungsfähigsten Serienteleskopen, die derzeit erhältlich sind. Er entspricht entspricht dem Tubus aus dem Meade LX 200 Komplettgerät, das dort Gabelmontiert ist. Viele Anwender wünschen sich das Gerät auf Ihre bestehende oder optionale Deutsche Montierung, damit die Option von parallelen Zusatzrohren wie Refraktoren oder Sonnenteleskopen erhalten bleibt. Diese Art der Montage ist besonders bei den Astrofotografen beliebt. Meade liefert die optischen Tuben auch Einzeln, auch „OTA“ genannt. Die Öffnung von 406 mm mit ca. 4 m Brennweite entspricht f/10, verbunden mit relativ geringer Obstruktion und Einsatz von hoch reflektierenden Spiegeln, ermöglicht visuelle und fotografische Beobachtung der Extraklasse. Die 16“ Tuben bewegen sich preislich deutlich über den kleineren „Brüdern“ von 8“ bis 14“. Die Leistung und auch bauliche Unterschiede unterscheiden den 16“ Tubus, der sich als Endlösung für den ambitionierten Amateur oder auch als anspruchsvolles Vereinsgerät anbietet. Das große 4“ Anschlussgewinde kann für den optionalen Anbau eines 3“ Okularauszugs verwendet werden. Das Gerät hat eine Spiegelfokussierung integriert, die über eine Feststellschraube in der Position gesichert werden kann. Durch die Spiegelfokussierung kann der nutzbare okularseitige Bereich in Bezug auf den Lichtweg über einen großen Bereich eingestellt werden. Dadurch ist praktisch jedes Zubehör wie auch Binoansätze mit großen Lichtweg, usw. anschließbar. Die Ausleuchtung mit ca. 65mm ist wesentlich größer als wie bei den 14“ Geräten. Eine Lüftung der Spiegelzelle wird motorisch über 12V ermöglicht. Allerdings ist bei stationärem Einsatz der Lüfter zur Verkürzung der Anpassungszeit an die Außenluft nicht nötig. Das Gerät hat mit der vorderseitigen Schmidtplatte einen geschlossenen Tubus, der gut gegen das Einstauben oder Verschmutzen der empfindlichen Spiegel schützt. Das Reinigen der Schmidtplatte ist nicht so kritisch wie das Reinigen von Spiegeln, zudem gut zugänglich und ohne dass ein Spiegel ausgebaut werden muss. Die Justage wird ausschließlich durch die drei Schrauben am Fangspiegel durchgeführt. Die Einfachheit der Bedienung und Pflege ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil für den Nutzer. Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass für den Betrieb eine optionale Taukappe, evtl. sogar mit Heizung zu empfehlen ist. Die visuelle Beobachtung mit 16“ Öffnung und hoch reflektierenden Spiegeln bietet einen Gewinnzuwachs, der beispielsweise im Vergleich zu einem klassischem 14“ SCT älterer Bauart nicht zu erwarten ist. Die äußerst kontrastreiche Abbildung, in der Summe aus Öffnung, vergrößertem Hauptspiegeln und sehr guter Verspiegelung und Vergütung stößt neue Türen auf. Ich konnte z.B. zum erstem Mal mit dem Gerät das Auge in M64, Galaxienbrücken, oder deutliche Spiralarme mit durchzogenen Dunkelbereichen erkennen. Die Auflösung an Kugelsternhaufen ist verblüffend. Bei Doppelsternen oder Planetarischen Nebeln sind Vergrößerungen von 600x und mehr sinnvoll und tatsächlich einsetzbar. Auch bei lichtverschmutztem Himmel bringt ein großes Gerät sichtbar mehr Grenzgröße, die bei Kugelsternhaufen sofort sichtbar ist. Die Farbwahrnehmung an einigen Deep Sky Objekten ist genauso auffallend wie vorher nie gesehene Farben auf unserer Planeten. Fotografisch ist das Gerät für höchste Detailauflösung einsetzbar, die praktisch nur durch das Seeing begrenzt wird. Der 16“ ACF hat eine sehr geringe Bildfeldkrümmung und von Haus aus ein komakorrigiertes Bildfeld. Das bedeutet, dass auch Vollformatkameras eingesetzt werden können. Dadurch wird der Nachteil der langen Brennweite ausgeglichen, weil die Verwendung von großen Kameraformaten das kleinere Gesichtsfeld der langen Brennweite ausgleicht und der Vorteil der hohen Auflösung und Grenzgröße hinzukommt. Die Zahl von kleineren Himmelsobjekten ist sehr groß, die mit hoher Auflösung fotografiert werden können. Solche Objekte können zum Teil auch unter lichtverschmutztem Himmel erfolgreich fotografiert wird, wenn die Flächenhelligkeit hoch genug ist. Über den Einsatz von Reducern kann die effektive Brennweite verringert werden, was durch das große ausgeleuchtete Feld auch sinnvoll geht. Ein Bild sagt mehr wie tausend Worte. Hier der Link zur apod-Aufnahme , die am 24 Oktober 2009 auf der NASA Seite veröffentlicht wurde. Ich nutzte zur Bildgewinnung 3 Nächte innerhalb einer Woche bei guten Seeing Bedingungen am 16“ ACF bei 4400mm Brennweite. Die Montage auf bestehende oder anzuschaffende Montierung biete ich auf Anfrage an. Hierzu gibt es die Möglichkeit über Schienen, Schellen oder Halbschalen. Auch die Befestigung von weiteren Zusatzrohren kann berücksichtigt werden. Der Tubus wiegt nur 30,5kg ohne Auszug und Taukappe. Einsatzbereit mit Auszug, Kameras, Taukappe und Befestigung kann von ca. 50kg Gewicht ausgegangen werden. Dazu ist eine tragfähige Montierung nötig, die auch gute Laufeigensschaften für die Nachführung haben muss. Als Beispiel für die Montierungsklasse möchte ich die Astrophysics 1200 GTO nennen. Gerne berate ich hierzu.
Celestron C 20
LX400 ACFTeleskope auf Robotischer MAX Mount ( Deutsche Montierung )
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